Über mich
Priv.-Doz. Dr. Dr. Paolo Raile
Priv.-Doz. Mag.pth. Dr. Dr. scient.pth. Ing., MSc
Geboren am 22. Jänner 1987 in Wien. Psychotherapeut, Psychotherapiewissenschaftler und Kulturwissenschaftler.
Akademischer Werdegang
Mein akademischer Weg führte mich über verschiedene Disziplinen: Nach der HTL Donaustadt (Fachbereich Netzwerktechnik) begann ich 2008 das Studium der Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Parallel dazu absolvierte ich das Masterstudium Social Work an der Donau-Universität Krems.
2021 und 2022 schloss ich zwei Doktorate ab – eines in Psychotherapiewissenschaft an der SFU und eines in Europäischer Ethnologie an der Universität Wien. 2023 folgte die Habilitation (Venia Docendi) für das Fach Psychotherapiewissenschaft.
Ausbildungen
- 09/2023 – Habilitation (Venia Docendi) für Psychotherapiewissenschaft, SFU Wien
- 09/2020–05/2021 – Doktorat Psychotherapiewissenschaft, SFU Wien
- 03/2018–05/2022 – Doktorat Europäische Ethnologie, Universität Wien
- 09/2015–07/2017 – Magister Psychotherapiewissenschaft, SFU Wien (WPF: Individualpsychologie)
- 09/2014–09/2016 – MSc Social Work, Donau-Universität Krems
- 09/2011–05/2013 – Psychotherapeutisches Fachspezifikum, ÖGVT
- 09/2008–06/2011 – Bakkalaureat Psychotherapiewissenschaft und Propädeutikum, SFU Wien
- 09/2001–06/2006 – HTL Donaustadt, Fachbereich Netzwerktechnik
Berufliche Tätigkeiten
Universitätslektor und Forscher
Pre-Doc (2019–2021), Post-Doc (seit 2021). Lehre und Forschung in Psychotherapiewissenschaft. Betreuung von Abschlussarbeiten auf Bachelor-, Master- und Doktorandenebene.
Eingetragener Psychotherapeut
Psychotherapie auf individualpsychologischer Basis mit methodenpluralistischem Ansatz.
Gründer und Leiter – InContact GmbH
Psychosoziale Dienstleistungen im Bereich Erwachsenenvertretung (Sachwalterschaft).
Gründer und Leiter – Verein Psychosocialis
Psychosoziale Beratung und Unterstützung.
Forschungsschwerpunkte
Psychische Gesundheit und Klimawandel (Eco-Anxiety)
Seit 2021 forsche ich intensiv zu den psychischen Auswirkungen des Klimawandels. Eco-Anxiety bezeichnet die (nicht-pathologische) Angst vor der ungewissen Zukunft in Zeiten der Klimakrise. In meiner Habilitationsschrift analysierte ich Eco-Anxiety aus 13 verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen und stellte die jeweiligen Behandlungsmöglichkeiten vor.
Künstliche Intelligenz in der Psychotherapie
Seit 2023 beschäftige ich mich mit den Möglichkeiten und Grenzen von KI-Systemen in der psychotherapeutischen Praxis, Ausbildung und Forschung. Mein vielzitierter Artikel zur Nützlichkeit von ChatGPT für Psychotherapeut:innen und Patient:innen erschien 2024 in Nature Humanities & Social Sciences Communications.
Geschichte der Psychotherapie
Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Rivalitäten und Machtstrukturen in den frühen tiefenpsychologischen Schulen (1900er bis 1930er Jahre) sowie der Entstehung der Methodenvielfalt im Feld der Psychotherapie.
Konturen der Psychotherapiewissenschaft
Ein weiteres Forschungsprojekt widmet sich der systematischen Aufarbeitung der Psychotherapiewissenschaft als eigenständige und von der Psychologie unabhängige, wenngleich eng verbundene, wissenschaftliche Disziplin.
Mitgliedschaften & Funktionen
- Österreichischer Vertreter im Management Committee der COST-Action CliMent (Climate Change and Mental Health)
- Mitglied der Society for Psychotherapy Research (SPR)
- Mitglied des Instituts für psychoanalytisch-ethnologische Katastrophenforschung, SFU Wien
- Mitglied des Research Cluster Sustainability, SFU Wien
Populärwissenschaftliche Arbeit
Neben meiner wissenschaftlichen Tätigkeit bin ich regelmäßig in Medien präsent, um psychologische Themen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen:
- Interview zum Thema „KI und Psychotherapie" – BBC (2024/25)
- Interview „KI als Ersatz für Liebe und Erotik?" – PULS 4, Café Puls
- Podcast-Folge über Eco-Anxiety – „Man lernt nie aus" (2022)
- Interview zu Umwelt und Psyche – Okto-TV „Heroes" (2024)